Von der Natur lernt der Mensch die Achtung vor dem Leben

Der Frauenmantel

Alchemilla vulgaris auct. Non L./ Gelbgrüner Frauenmantel, Alchemilla alpina L /Alpen-Frauenmantel

 

 

Auch Marienmantel, Liebfrauenmantel, Muttergottesmantel genannt – ein typisches Frauenheilkraut, seit Urgedenken wertgeschätzt. Er wächst an/auf feuchten Wiesen, lichten Wäldern, an Teichen, in humösen Böden, in Blumenrabatten, satte Almböden.

Der Frauenmantel ist ein Rosengewächs und ist mit Mädesüß, Odermennig, Weißdorn direkt verwandt. Er produziert ein fast allmorgendliches Phänomen: Guttationstropfen, ein natürliches Destillat, welches mit Hilfe einer Pipette gesammelt und als Notfalltropfen bei Verletzungen oder auch Unwohlsein wie Bachblüten (BB)verwendet werden kann. Hierfür werden die Tropfen in einer kleinen Flasche bis zur Hälfte gesammelt und, wie bei den BB, mit Alkohol aufgefüllt.

Die Pflanze ist in der Volksheilkunde als DAS Mittel bei Frauenleiden bekannt. Es findet innerlich und äußerlich, auch in Form von Sitzbädern Verwendung. 

Schriftlichen Überlieferungen zufolge wußte bereits Paracelsus, daß es keine Wunde gibt, die der Frauenmantel nicht heilen könne.

 

 

Das frische, zerquetschte Kraut wird direkt auf die Wunde gelegt. Das Kauen der Blätter hat mir Linderung bei Zahnschmerzen gebracht und auch meine Heiserkeit verschwand. Das hatte zur Folge, daß das Kraut wiederkehrend Einlass in meine Gesundheitsküche fand: bei sämtlichen Atemwegsbeschwerden, Hautläsionen, bei Entzündungen/Rötungen in der Mund- und Rachenschleimhaut findet er Verwendung als Tee zum Trinken, Gurgeln, Blätter(brei) als Kompressen. Die Blüten kommen über den Salat, die Blätter ins Gemüse oder werden gefüllt.

 

Frauenmantel enthält sehr viel Gerbstoffe (Tannine), Flavonoide, die adstringierend (zusammenziehend) und blutstillend wirken, was auch schulmedizinisch anerkannt ist.

 

Traditionell wird Alchimilla bei unregelmäßiger, schmerzhafter und zu starker Mensis verwendet, bei Ausfluss, zur Stärkung von Gebärmutter und der Beckenmuskulatur. Auf Grund des Gerbstoffgehaltes findet Alchemilla auch bei Darmkatarrhen, als entzündungswidriges Gurgelwasser sowie als Wundheilmittel Verwendung. Der Alpen-Frauenmantel soll einen höheren Gerbstoffgehalt haben.

 

                                             Autorin: Ina Pinzel, Gesundheitsberaterin

 


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